Der Grugapark hat viel zu bieten, inklusive vielfacher Formen der Auseinander- setzung mit dem kolonialen Erbe Essens. Im Kaffeegarten Ruhr geht es um Fairen Handel mit ehemaligen kolonialen Waren: Kaffee, Kakao und Schokolade und um fairen Flächenverbrauch. Dodo Schulz erklärt das Konzept des „Virtuellen Grün“, das eine gerechte Ressourcen- und Flächenverteilung weltweit und in Essen anschaulich darstellt. Rebecca Habermas berichtet über die Forschung der frühen Botanischen Gärten und auch die Gruga selbst war Schauplatz von Pflanzenschauen mit deutlich kolonialer Gesinnung: die Reichsgartenschau von 1938 mit einer Kolonialpflanzenschau. Kaffeegarten Ruhr und die Pflanzenschauhäuser des Grugaparks bieten heute Bildungs- arbeit für Fairen Handel, zum Flächenverbrauch, zu Klimawandel bis zu Kinderarbeit. Mit Angeboten zu außerschulischem Lernen entlang der UNESCO-Programme BnE – Bildung für nachhaltige Entwicklung – im Kaffeegarten Ruhr übrigens auch bei politisch völlig korrektem Kaffee-, Kakao- und Schokoladen-Genuss.